Influencer-Marketing: Hype oder sinnvolle Investition?

Dieser Artikel verrät, warum wir in der Zusammenarbeit mit Influencern für 2018 viel Potential sehen und worauf in diesem Kontext geachtet werden sollte.

Influencer treffen auf Zielgruppen

Auf der Suche nach Produktinformationen begeben sich Zielgruppen ins Wolrd Wide Web und stoßen dabei unweigerlich auf soziale Kanäle. Laut einer Studie der BVDW (Bundesverband für digitale Wirtschaft) und Influry aus dem Jahr 2017, wurden bereits 68 Prozent der Online-User und Userinnen in Deutschland über Social Media auf ein Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam. Besonders Facebook und YouTube liegen dabei im Influencer-Marketing-Ranking ganz vorne.

Vor allem Internetnutzer und Internetnutzerinnen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren – konkret jeder bzw. jede Sechste – kauften bereits Produkte, die sie zuvor bei Influencern entdeckt hatten. In der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren liegt der Durchschnittswert bei 7 Prozent. Besonders verkaufsfördernd wirken Meinungsführervor allem bei influencer-affinen Zielgruppen: 43 Prozent bei den 14 – 29-Jährigen und 28 Prozent bei den 30 – 49-Jährigen.

Im Influencer-Marketing steckte daher bereits im Vorjahr viel Potenzial. Mit einem allgemein besseren Verständnis für diese Disziplin und verschärften Regeln in Sachen Transparenz ist es möglich, dieses 2018 noch besser ausschöpfen.

Influencer-Marketing als feste Größe im Marketing-Mix

Anfang 2017 haben bereits einige Unternehmer und Unternehmerinnen erkannt, dass sie diese Form der Vermarktung für ihre Marketingziele nutzen können. Die Kooperationen waren dabei meist zurückhaltend und Reichweite oft die einzige Motivation für eine Zusammenarbeit. Zudem wurde in eher kurzfristigen Kampagnen gedacht. Samples wurden vergeben und man lud vorrangig zu Presseevents bzw. Produktlaunches ein.

2018 denkt man bereits einen Schritt weiter – auf beiden Seiten. Marketing-Verantwortliche sowie Influencer und Influencerinnen haben die Vorteile einer langfristigen Zusammenarbeit für sich erkannt. Beide werden bei ihrer Wahl selektiver. Blogger und Bl und Co. suchen nach exklusiveren und individuelleren Kampagnen und Kollaborationen. Unternehmer und Unternehmerinnen achten darauf, dass die neuen Markenbotschafter und Markenbotschafterinnen zu ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung passen. Wie wir das finden? Großartig! Denn gerade große Marken können von dieser Weiterentwicklung profitieren.

Kennzahlen werden noch wichtiger

Den richtigen Influencer bzw. die richtige Influencerin zu identifizieren, ist zu Beginn mit viel Arbeit verbunden. Kennzahlen werden in diesem Zusammenhang immer wichtiger. Unter anderem sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Wie gut passt der Influencer oder die Influencerin zur Marke?
  • Kann sich er oder sie mit den Unternehmenswerten und und -einstellungen identifizieren?
  • Mit welcher Hingabe präsentiert er oder sie das Produkt bzw. die Dienstleistung?

In diesem Kontext wird klar, dass Reichweite nicht die einzige Größe ist, um den Erfolg zu messen. Das Engagement ist hier genauso wichtig, denn ein authentischer Umgang mit der Marke spricht für Qualität. Und im besten Fall werden Influencer zum Markenbotschafter.

Durch Cross-Channel zum Markenerlebnis

Viele Influencer bieten vielfältige Möglichkeiten, eine Marke zu präsentieren. Unterschiedliche Nischen und Reichweiten der einzelnen Kanäle können die ausgespielten Kampagnen zu einem einheitlichen Markenerlebnis für Zielgruppen machen. 2018 ist es daher Usus, mehrere und verschiedene Kooperationen einzugehen. Immer öfter kommen dabei auch so genannte Mikro-Influencer (mit bis zu maximal 10.000 Followern) zum Einsatz. Diese Entscheidung setzt vor allem eine gut durchdachte Strategie voraus. Man darf also groß denken, sollte Ideen und Ziele aber in ein Konzept packen.

Transparenz wird immer wichtiger

Selbstverständlich dürfen für Marketing-Verantwortliche Zahlen, Daten und Fakten nicht fehlen. Mit Monitoring-Tools wie Brandwatch besteht die Möglichkeit, vor und nach den Kooperationen die einzelnen Kennzahlen zu messen. Transparenz wird zudem auf Seiten der Unternehmer und Unternehmerinnen immer wichtiger. Was bedeutet das? Zielgruppen dürfen beim Lesen von Beiträgen oder Anschauen von Videos nicht in die Irre geführt werden. Ads und Advertorials müssen daher eindeutig als gesponserte bzw. als bezahlte Werbung gekennzeichnet werden. Das gilt auch für PR-Samples, die man Bloggern kostenlos zur Verfügung stellst.

Unsere SPiNNsummary

Raus aus den Kinderschuhen, hinein in den Marketing-Mix. Influencer Kooperationen sind DIE verkaufsfördernden Maßnahmen der Gegenwart. Nach klaren Normen in diesem Zusammenhang zu agieren, war für uns immer schon eine unumgängliche Voraussetzung. Umso mehr freuen wir uns, dass sich diese Haltung auch auf beiden Seiten manifestiert. Influencer-Marketing bedeutet zudem Beziehungen zu pflegen. Daher: lieber langfristig denken, statt kurzfristig!

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